Gesetz zur Geschlechtsänderung im Zivilstandsregister
Die Debatte über die Geschlechtsänderung im Zivilstandsregister hat die Spaltung des Schweizer Parlaments in der Frage der Transidentität und des Zugangs zur Geschlechtsänderung für Minderjährige aufgezeigt. Für die Gegner der Einführung einer Geschlechtsänderung im Gesetz (hauptsächlich die SVP) zwang der Entwurf „eine Subjektivität in ein amtliches Register, das auf objektiven und überprüfbaren Daten basieren sollte“. Die Mehrheit plädierte dafür, „ein aufwendiges Verfahren zu erleichtern und so die zahlreichen Suizide von transgeschlechtlichen oder intersexuellen Jugendlichen zu vermeiden, die sich oft allein mit ihren Fragen und Sorgen wiederfinden.“ Die Altersfrage löste zahlreiche Diskussionen aus. Die Linke, angeführt von Lisa Mazzone, vertrat die Ansicht, dass Jugendliche ab zwölf Jahren urteilsfähig sind und ihre streng persönlichen Rechte ohne Zustimmung der Eltern ausüben können müssen; die Rechte hob das Risiko hervor, dass Jugendliche einem Modetrend erliegen könnten, und die Verantwortungspflicht der Eltern gegenüber ihrem Kind.