Zweite Falschdarstellung in zwei Jahren – Offener Brief an die Republik
An: Republik AG
Betreff:
AMQG/AUFG – Offener Brief wegen erneuter Falschbehauptung über betroffene Eltern – Brief an die Redaktion der Republik
Zürich, 10. Februar 2026
Sehr geehrte Frau Hamilton Irvine
Sehr geehrter Herr Binswanger
Sehr geehrte Frau Rosenwasser
Im Beitrag «Es lebe die Unordnung der Geschlechter!» vom 3. Februar 2026 wird erneut behauptet, die Elternkritik an der Behandlung von Jugendlichen mit plötzlicher Geschlechtsdysphorie sei im Kern eine «rechte Empörung» und ein «Skandal», der sich letztlich als haltlos erwiesen habe. Konkret heißt es dort:
«Später stellte sich heraus, dass keine der Personen ein Kind hat, das eine Behandlung erhalten hätte.»
Diese Aussage ist falsch.
Der Verein AMQG/AUFG besteht aus realen Eltern, deren Kinder tatsächlich im KJPP Zürich und am USZ behandelt wurden. Wir haben der Gesundheitsdirektion Zürich 2023–2024 umfangreiche Berichte und Dokumente übergeben. Die Direktion hat die Vorwürfe geprüft, ein Kompetenznetzwerk eingerichtet und ein externes Gutachten in Auftrag gegeben.
Wir sind keine evangelikale, rechte oder ideologisch getriebene Gruppe. Unsere Mitglieder kommen aus ganz unterschiedlichen politischen, weltanschaulichen und gesellschaftlichen Hintergründen, darunter auch Menschen aus linken, feministischen und LGB-Kreisen. Die Kritik am transaffirmativen Ansatz und an der frühen Medikalisierung von Jugendlichen wird inzwischen auch von linken Feministinnen (z. B. Sex Matters, Femina Helvetica, Justizia Ruft), von LGB-Organisationen (LGB Alliance Switzerland, Get The L Out) sowie von linken Demokraten in den USA (Democrats for an Informed Approach to Gender) geteilt.
Wer uns pauschal als „transphob“ oder „rechts“ abstempelt, argumentiert nicht, er disqualifiziert. Und genau dieses Vorgehen zeigt vor allem die Schwäche der eigenen Überzeugungen.
Dies ist bereits das zweite Mal innerhalb von zwei Jahren, dass Ihre Redaktion unseren Verein mit unbelegten Vorwürfen in Verbindung bringt, ohne uns je direkt und angemessen anzuhören:
- Februar 2024: Ronja Beck, «Der Skandal sind nicht die trans Kinder»
- Februar 2026: Anna Rosenwasser, «Es lebe die Unordnung der Geschlechter!»
Nach dem ersten Artikel haben wir beim Schweizer Presserat Beschwerde eingereicht (13. Mai 2024). Die Republik hat am 28. Februar 2025 eine Stellungnahme abgegeben, in der sie unseren Verein erneut als «dubios», «transfeindlich» und von einer «Pseudowissenschaft unterfütterten transphoben Agenda» getrieben darstellt. Der Fall ist beim Presserat noch anhängig.
Trotzdem veröffentlicht Ihre Redaktion zwei Jahre später einen Text, der exakt dasselbe Narrativ wiederholt – erneut ohne uns anzuhören.
Wir fordern Sie daher öffentlich auf:
- Die falsche Behauptung im Artikel vom 3. Februar 2026 unverzüglich zu korrigieren.
- Uns die Möglichkeit einer sachlichen, angemessen langen Stellungnahme im selben Format und an gleicher Stelle zu geben.
Gerne stehen wir für ein Gespräch zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüssen
AMQG/AUFG Verein für einen angemessenen Umgang mit Fragen zum Geschlecht bei jungen Menschen



