Es lebe die Unordnung der Fakten – Eine Antwort auf Anna Rosenwassers „Es lebe die Unordnung der Geschlechter!“

Am 3. Februar 2026 erschien in der Republik der Essay „Es lebe die Unordnung der Geschlechter!“ von Anna Rosenwasser. Darin vergleicht sie den Anstieg von Trans-Identitäten bei Jugendlichen mit der historischen Zunahme von Linkshändern und behauptet, es handle sich um einen „Trend“, der nun wieder abklinge.

Linkshändigkeit wurde jahrhundertelang unterdrückt. Sogar Maschinen und Werkzeuge, von Schreibmaschinen über Scheren bis hin zu Werkbänken und Schulbänken, wurden fast ausschliesslich für Rechtshänder gebaut. Die Industrialisierung verstärkte diese Ausrichtung auf Rechtshänder massiv.

Das ist aus mehreren Gründen ein falscher und irreführender Vergleich:

  1. Kein medizinischer Eingriff nötig

    Linkshändigkeit erfordert nichts, keine Hormone, keine Operationen, keine lebenslange Medikation. Transidentität im affirmativen Modell führt bei Jugendlichen oft direkt zu Pubertätsblockern, Cross-Sex-Hormonen und ggf. Operationen. Diese Eingriffe sind irreversibel (Infertilität, Knochenmineraldichte-Verlust, sexuelle Dysfunktion, erhöhtes Krebsrisiko etc.). Die Cass Review (UK, 2024) kommt zum Schluss: Die Evidenz für Nutzen ist sehr schwach bis fehlend, die Risiken sind hoch, und es gibt keine gute Langzeitstudie, die zeigt, dass diese Behandlungen psychische Gesundheit langfristig verbessern oder Suizid verhindern.
  2. Stabile vs. explosionsartige Prävalenz:

    Linkshändigkeit hat sich nie explosionsartig vervielfacht. Bei Geschlechtsdysphorie (besonders „rapid-onset gender dysphoria“/ROGD) gab es in westlichen Ländern einen Anstieg um mehrere tausend Prozent in den letzten 15 Jahren , vor allem bei Mädchen in der Pubertät, die vorher nie Geschlechtsdysphorie zeigten. Das deutet stark auf soziale Ansteckung hin (Social Media, Peer-Groups, TikTok-Trends). Studien zu ROGD (Littman 2018 und Folgestudien) zeigen: Viele Betroffene haben vorherige psychische Probleme (Autismus, Depression, Trauma, internalisierte Homophobie), und der „Trans“-Schritt tritt oft gleichzeitig mit Freundinnen oder nach intensiver Online-Exposition auf.
  3. Komorbiditäten und Desistenz

    Bei Kindern mit früher Geschlechtsdysphorie desistiert die Mehrheit (ca. 80–90 %) spontan bis zur Pubertät, wenn man nicht interveniert (ältere Studien). Bei Jugendlichen mit plötzlicher Dysphorie ist die Lage noch unklarer. Viele haben schwere psychische Komorbiditäten, die zuerst behandelt werden müssten. Linkshändigkeit hat keine solchen Begleiterkrankungen.
  4. Ethische und medizinische Konsequenzen

    Bei Linkshändigkeit wurde die „Therapie“ (Umerziehung) als schädlich erkannt und aufgegeben. Bei Geschlechtsdysphorie bei Minderjährigen wird genau das Gegenteil gemacht: schnelle Affirmation und Medikalisierung, obwohl die Evidenz fehlt (Cass Review, schwedische, finnische, norwegische, englische Leitlinienänderungen seit 2020–2024). Länder, die früher führend affirmativ waren, haben inzwischen stark zurückgefahren oder verboten (Pubertätsblocker nur noch in Studien).

Begriffsverwirrung – sogar Rosenwasser gibt es zu

Rosenwasser schreibt selbst: „Die Angelegenheit wäre wirklich weniger verwirrend, wenn nicht sogar Politologen und Journalistinnen die Begriffe durcheinanderbringen würden.“

Genau das ist das Problem. Viele klassische Lesben- und Schwulenorganisationen finden es ebenfalls verwirrend und ablehnend, unter den Überbegriff „queer“ subsumiert zu werden. Für sie geht es um sexuelle Orientierung – wen man liebt. Sie lehnen den Begriff „Geschlechtsidentität“ als solchen ab, weil er eine ideologische Konstruktion ist, die biologisches Geschlecht und sexuelle Orientierung vermischt und verwässert. Der Begriff „queer“ wird heute jedoch fast überall als politischer Sammelbegriff für Trans- und Nonbinary-Themen verwendet. Genau diese Vermischung lehnen sie entschieden ab.

Die Trendzahlen – was Rosenwasser genau sagte und warum sie irrt

Rosenwasser schreibt wörtlich: „Die einzige nationale Untersuchung, die es in der Schweiz zum Thema gibt, zeigt ein über die letzten Jahre gleichbleibendes Durchschnittsalter von 29 Jahren bei Menschen, die geschlechtsangleichende Operationen durchführen lassen.“

Das ist korrekt, aber bewusst irreführend. Sie spricht nur von Operationen und ignoriert damit den entscheidenden Teil: den massiven Anstieg bei jungen Mädchen, die überwiegend Pubertätsblocker und gegengeschlechtliche Hormone erhalten. Das Durchschnittsalter von 29 Jahren bei Operationen sagt daher überhaupt nichts über den aktuellen Trend bei Jugendlichen aus.

Die Analyse zeigt: Die oft zitierten Zürcher Zahlen stammen nur aus einer einzigen Klinik. Andere Kliniken melden weiterhin hohe oder stabile Zuweisungen. Der Trend ist noch nicht vorbei.

Der tatsächliche Anstieg – offizielle BFS-Statistik

Noch deutlicher wird es, wenn man die offizielle Statistik des Bundesamts für Statistik (BFS) anschaut. Die folgende Grafik zeigt die Anzahl der Operationen zur Geschlechtsangleichung (Frau zu Mann) in der Schweiz von 2016 bis 2022, aufgeteilt nach Altersgruppen:

Der Anstieg ist dramatisch. Besonders in den Altersgruppen 18–24 und 25–29 explodieren die Zahlen. Aber auch in den jüngeren Gruppen (15–17 und sogar 10–14 Jahre) ist ein klarer Aufwärtstrend erkennbar. Während Rosenwasser betont, dass es 2018 null und 2024 nur vier Operationen bei Minderjährigen gab, zeigt die BFS-Statistik: Der Trend bei jungen Frauen ist keineswegs vorbei – er setzt sich fort und betrifft auch immer jüngere Patientinnen.

Unsere Beschwerde bei der Gesundheitsdirektion

Rosenwasser wirft uns vor, die betroffenen Kinder gäbe es gar nicht, es handle sich um „angebliche Eltern“, von denen später herausgekommen sei, dass „keine der Personen ein Kind hat, das eine Behandlung erhalten hätte“.

Das ist falsch. Seit September 2023 haben wir als reale, betroffene Eltern mehrfach schriftlich und persönlich mit der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich korrespondiert. Fünf Zitate aus unseren Briefen und Mails:

  1. Soziale Transition: „Die soziale Transition unserer Kinder wurde von den Ärzten sofort vollzogen und empfohlen, ohne Einbeziehung der Eltern und ohne eine vorausgehende genaue Beurteilung.“ (Elternbrief Sept. 2023)
  2. Suizidgefahr: „Die Suizidgefahr wurde systematisch von den ersten Gesprächen an hervorgehoben, um auf ein sofortiges Handeln zu drängen. Für uns Eltern waren diese Aussagen ein unerträgliches Druckmittel.“ (Mutter, 2023)
  3. Selbstdiagnose: „Die Selbstdiagnose der Jugendlichen wurde unhinterfragt übernommen. Informationen von uns Eltern über Trauma, Mobbing oder frühere Probleme wurden ignoriert.“ (Vater, 2024)
  4. Pubertätsblocker: „Wir können belegen, dass Druck ausgeübt wurde, Pubertätsblocker zu nehmen. Es wurde uns gesagt: ‚Lieber ein lebender Junge als ein totes Mädchen.‘ Vor- und Nachteile wurden nie ausführlich besprochen.“ (Mutter, 2024)
  5. Hormone: „Ein entscheidender Mangel bei den Abklärungen der Gesundheitsdirektion ist, dass die Behandlungen mit Hormonen offenbar nicht überprüft wurden. Die Hormonbehandlung ist eine sehr einschneidende Massnahme, die in den gesunden Körper eingreift – mit massiven langfristigen Wirkungen und unklarem Nutzen-/Risiko-Verhältnis (fehlende Evidenz).“ (Eltern an Nadja Weir, 8. Juli 2024)

Fazit

Trans-Identität bei Jugendlichen ist kein harmloser „Trend“ wie die Normalisierung von Linkshändern nach dem Verbot der Umerziehung. Es ist ein komplexes Phänomen mit starkem sozialem Einflussfaktor und einer sehr schwachen Evidenzlage für den langfristigen Nutzen von Pubertätsblockern, Hormonen und Operationen.

Der Vorwurf, kritische Eltern kämen aus „evangelikalen Kreisen“, wurde bereits im Februar 2024 im Republik-Artikel von Ronja Beck erhoben und von uns explizit zurückgewiesen. Die betroffenen Eltern kommen aus allen politischen und weltanschaulichen Lagern. Die Unterstellung dient nur dazu, die Kritik zu diskreditieren, statt sie inhaltlich zu prüfen.

Die vollständige Korrespondenz mit der Gesundheitsdirektion Zürich werden wir zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen.

Wir Eltern fordern nur die gleiche Sorgfalt, die in jedem anderen medizinischen Bereich selbstverständlich ist.

Lyo Kessler – ergreifendes Zeugnis einer jungen Frau, die ihre Transition bereut

Lyo Kessler – ergreifendes Zeugnis einer jungen Frau, die ihre Transition bereut





Lyo Kessler wuchs im Schweizer Wallis auf und geriet im Alter von 22 Jahren unter dem Einfluss transaffirmativer Organisationen und Ärzte in den Strudel der Geschlechtsumwandlung. 10 Jahre später erkennt sie, dass sie immer eine Frau sein wird und mit einem durch Operationen verstümmelten und durch die Einnahme männlicher Hormone aus dem Gleichgewicht gebrachten Körper leben muss.



Right-open-mini Right-open-mini BLOG

Testosteron, Blutkreislauf und Knochengesundheit

Testosteron, Blutkreislauf und Knochengesundheit


Wenn Sie Testosteron eingenommen haben und nun absetzen, bemerken Sie möglicherweise Veränderungen bei Wassereinlagerungen, Blutkreislauf oder Knochendichte. Diese Effekte sind bekannt und können einige Zeit brauchen, bis sie sich regulieren. Hier erfahren Sie, was in Ihrem Körper passiert und wie Sie diese Symptome besser in den Griff bekommen.

1. Testosteron und Wassereinlagerungen: Warum diese Schwellung?

Eine Wirkung auf Salz und Wasser: Testosteron wirkt ähnlich wie ein Kortikoid, indem es die Einlagerung von Natrium und Wasser fördert. Ergebnis: Schwellungen an Händen und Füßen, Gefühl schwerer Beine.
Ein Körper, der sein Gleichgewicht sucht: Nach dem Absetzen von Testosteron kann es einige Zeit dauern, bis Ihr Körper seinen Flüssigkeitshaushalt wieder reguliert hat, was zu Gewichtsschwankungen und manchmal zu einem Gefühl der Wassereinlagerung führen kann.

2. Testosteron, Kreislaufstörungen und Knochengesundheit

Eine Wirkung auf die Blutgefäße: Testosteron fördert die Vasokonstriktion (Verengung der Gefäße), was den Blutfluss verlangsamen und den Fingern und Zehen eine violette Färbung verleihen kann.

Ein dickeres Blut: Testosteron erhöht die Produktion roter Blutkörperchen, was das Blut zähflüssiger machen und seine Zirkulation verlangsamen kann, insbesondere in den kleinen Arterien.

Eine verstärkte Wirkung, wenn Sie bereits Kreislaufprobleme haben: Wenn Sie anfällig für das Raynaud-Syndrom oder eine Veneninsuffizienz sind, können diese Effekte noch ausgeprägter sein.
Achten Sie auf Ihre Knochen!

Testosteron kann, ähnlich wie Kortikoide, eine demineralisierende Wirkung auf die Knochen haben, wodurch das Risiko einer frühen Osteoporose steigt. Das bedeutet, dass Ihre Knochen brüchiger werden können, mit einem erhöhten Frakturrisiko, selbst in jungen Jahren. Die anfälligsten Knochen sind:

  • Handgelenke → Häufige Frakturen bei Stürzen
    Hüften → Schwere Frakturen mit erheblichen Auswirkungen auf die Mobilität
    Wirbel → Risiko von Kompressionsfrakturen, die chronische Schmerzen und eine Verringerung der Körpergröße verursachen können

Wie handeln?

Sie können Ihrem Körper helfen, ein gutes Gleichgewicht wiederzufinden, indem Sie bestimmte Parameter überwachen und gute Gewohnheiten annehmen:

  • Lassen Sie Ihren Blutdruck und Ihren Hämatokritwert (Anteil der roten Blutkörperchen) kontrollieren, besonders wenn Sie oft kalte Extremitäten haben.
  • Überprüfen Sie Ihre Nierenfunktion und Ihr Natrium-/Kaliumgleichgewicht, um eine übermäßige Wassereinlagerung zu vermeiden.
  • Achten Sie auf Anzeichen einer Thrombose: Schmerzen oder eine asymmetrische Schwellung eines Beines oder Arms sollten Sie alarmieren.
  • Trinken Sie ausreichend Wasser, aber ohne übermäßigen Salzkonsum, um die Wassereinlagerung nicht zu verschlimmern.
  • Bewegen Sie sich regelmässig, denn körperliche Aktivität verbessert die Durchblutung und reduziert das Gefühl schwerer Beine.
  • Pflegen Sie Ihre Knochen: Eine ausreichende Zufuhr von Kalzium, Vitamin D und Proteinen ist unerlässlich, um die Knochenbrüchigkeit zu vermeiden.
  • Vorsicht, wenn Sie rauchen. Wenn Sie rauchen, können diese Effekte noch ausgeprägter sein, da Zigaretten die Vasokonstriktion verschlimmern, den Knochenschwund beschleunigen und das Frakturrisiko erhöhen.

Achten Sie auf diese Symptome, Sie sollten einen Arzt konsultieren:

  • Kalte und violette Extremitäten
  • Gefühl schwerer Beine
  • Ödeme an Füßen oder Händen
  • Erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel
  • Frühe Osteoporose → häufigere Frakturen

Wenn Sie diese Symptome verspüren, ist es wichtig, Ihre kardiovaskulären und knöchernen Parameter (Blutbild, Knochendichte) zu überwachen und eine Reduzierung des Tabakkonsums in Betracht zu ziehen, um Komplikationen zu begrenzen.

Quellen

Testosteron und Wassereinlagerungen

  • Kvorning, T., et al. (2007). Suppression of the urinary steroid profile in response to testosterone administration in relation to doping analysis. Clinical Chemistry.
    Basaria, S. (2010). Male hypogonadism. The Lancet.

Testosteron und Kreislaufstörungen

  • Gagliano-Jucá, T., & Basaria, S. (2019). Testosterone replacement therapy and cardiovascular risk. Nature Reviews Endocrinology.
  • Glueck, C. J., et al. (1993). Thrombophilia, testosterone therapy, and thrombosis risk. Journal of Clinical

Endocrinology & Metabolism.
Management von Nebenwirkungen

  • Morgentaler, A., et al. (2015). Testosterone therapy and cardiovascular risk: Advances and controversies.Mayo Clinic Proceedings.
  • European Association of Urology (EAU) Guidelines on Male Hypogonadism


Right-open-mini Right-open-mini PUBMED Right-open-mini Right-open-mini BLOG

Dokumentarfilm: SCHLECHTES GESCHLECHT – EIN GESUNDHEITSSKANDAL

Dokumentarfilm: SCHLECHTES GESCHLECHT – EIN GESUNDHEITSSKANDAL


KAPITEL 2 – Ein 120-minütiger Dokumentarfilm, produziert, geschrieben, inszeniert, kommentiert und geschnitten von Sophie Robert.

Jahrzehntelang wurden die wenigen Jugendlichen, die sich über „Geschlechtsdysphorie“ beklagten, mit einer angepassten Psychotherapie begleitet. Die meisten von ihnen versöhnten sich im Erwachsenenalter mit ihrem Körper. Seit einigen Jahren versuchen Transidentitäre und Fachleute für Geschlechtsumwandlung, ihren militanten Diskurs über „die Gesundheit transgeschlechtlicher Kinder“ überall durchzusetzen.

Diese mediale Dauerberieselung trägt zur explosionsartigen Zunahme der Anträge auf Geschlechtsumwandlung bei Jugendlichen bei. Ziel ist es, die Verschreibung experimenteller, schwerwiegender und irreversibler medizinischer und chirurgischer Behandlungen immer früher und automatisch für jede Person zu ermöglichen, die dies beantragt. Sei sie minderjährig oder leide sie an psychiatrischen Störungen.

Dieser Film enthüllt die Kehrseite der Medaille. Er zeigt die Realität der Geschlechtsumwandlungsbehandlungen und deren verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit transidentifizierter Personen. Es ist dringend notwendig, der Realität ins Auge zu blicken.

Dieser Film zeigt unmissverständlich auf, aus welchen Gründen es dringend notwendig ist, der Transidentifizierung von Minderjährigen Einhalt zu gebieten. Er enthüllt unveröffentlichte Dokumente über sexuelle Nullifikationsoperationen, die von masochistischen Kastrationsfetischisten durchgeführt werden, ein Ansatz (die „Eunuchen“-Identität), den Trans Santé France heute bei der Haute Autorité de Santé bewirbt.

Eine Koproduktion von Océan Invisible Productions & Ninsun Project Mit Blandine Desanges (Rebellen des Geschlechts), Pauline Arrighi (Autorin „Die Verwüstungen des Geschlechts“), Audrey Aard (Autorin „Geboren in der falschen Gesellschaft“), Anissia Docaigne Makhrova (Juristin und feministische Aktivistin), Dr. Sophie Dechêne (Kinder- und Jugendpsychiaterin), Madeline Le Pollès (Kollektiv L’Etre Trans).

Sowie: Béatrice Denaes, Dr. Nicolas Morel-Journel (Co-Präsidenten von Trans Santé France), Marie Cau, Anaïs Perrin-Prevelle (OuTrans), Giovanna Rincon (Acceptess-T), Maud Yeuse Thomas (Observatoire des transidentités), Jean Chambry (Psychoanalytiker, Psychiater Hôpital Ste Anne), Agnès Condat (Psychoanalytikerin, Psychiaterin Hôpital de la Pitié Salpétrière), Serge Hefez (Psychoanalytiker, Psychiater Hôpital de la Pitié Salpétrière).

Dieser Film wurde dank der Unterstützung zahlreicher Spender realisiert, allen voran die Mitglieder des Vereins SOS Education. Ihnen sei gedankt.

Kapitel:

  • 00:00 Die kognitive Dissoziation und die Auswirkungen von Testosteron
  • 15:10 Die somatischen Auswirkungen von gegengeschlechtlichen Hormonbehandlungen
  • 22:25 Die „schwangeren Männer“, ein doppelt dissoziierendes Konzept
  • 27:36 Die Mastektomien oder „Top-Operationen“
  • 33:33 Die „Bottom-Operationen“ FtM – Metoidioplastiken und Phalloplastiken
  • 49:38 Die Bottom-Operationen MtF – Vaginoplastiken
  • 1:11:37 Die Pubertätsblocker: eine sterilisierende Behandlung
  • 1:23:27 Die Pubertätsblocker: eine Behandlung, die die sexuellen Funktionen zerstört
  • 1:38:17 Die Behandlungen zur sexuellen Nullifikation oder der Eunuchismus




Right-open-mini Right-open-mini PUBMED Right-open-mini Right-open-mini BLOG

Transmänner reagieren

Transmänner reagieren


„Transmänner reagieren“ ist ein Brief, der an den Ständigen Ausschuss für Gesundheit des kanadischen Unterhauses gerichtet ist. Er wurde von mehreren Organisationen mitunterzeichnet, darunter die Gender Dysphoria Alliance Canada, die Lesbian Gay Alliance Canada, das Vancouver Lesbian Collective, der Canadian Gender Report und Genspect.

Hintergrund und geäußerte Bedenken

In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die geschlechtsbezogene medizinische Interventionen suchen, erheblich gestiegen. Jugend-Genderkliniken weltweit haben eine Verzehnfachung oder mehr der Anfragen gemeldet. Diese Patientenpopulation hat auch einen radikalen Wandel erfahren, von einer Mehrheit von bei der Geburt als Jungen zugewiesenen Personen zu einer Mehrheit von bei der Geburt als Mädchen zugewiesenen Personen.

Gleichzeitig wurde das frühere Behandlungsprotokoll, das auf sorgfältiger Beobachtung und psychologischer Unterstützung basierte, durch ein affirmatives Modell ersetzt, das sich auf die selbst deklarierte Geschlechtsidentität konzentriert. Dieses neue Modell wird so angewendet, dass es zugrunde liegende psychische Gesundheitsprobleme oder Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Übergang der Pubertät nicht berücksichtigt, wie die Entdeckung der eigenen sexuellen Präferenzen, Körperbildprobleme, den Einfluss von Gleichaltrigen und die Suche nach sozialer Bestätigung, insbesondere über soziale Netzwerke.

Infolgedessen stellen viele Personen, insbesondere junge Frauen, fest, dass die affirmativen Behandlungen ihre psychische Gesundheit nicht verbessert haben, sondern sie mit dauerhaften körperlichen Veränderungen, Funktionsverlust, Schmerzen, Taubheitsgefühlen und anhaltenden medizinischen Problemen zurückgelassen haben.

Aktuelles Versorgungsmodell und seine Grenzen

Die medizinische Behandlung von Geschlechtsdysphorie basierte ursprünglich auf dem „niederländischen Protokoll“, das von Forschern in Amsterdam entwickelt wurde. Dieses Protokoll umfasste eine Pubertätsblockade mit 12 Jahren, Cross-Sex-Hormone mit 16 Jahren und eine chirurgische Behandlung, falls gewünscht, nach 18 Jahren. Dieses ursprüngliche Protokoll wurde durch eine Studie mit 55 Patienten gestützt, die eine Reduzierung der Geschlechtsdysphorie und eine gute Funktionsfähigkeit 1,5 Jahre nach der Operation berichtete.

Jedoch wurde dieses Protokoll weit über seine ursprüngliche Absicht hinaus angepasst, die darin bestand, seltene Fälle von Kindern mit schwerer und persistierender geschlechtsübergreifender Identifikation zu unterstützen. Heute werden in Kanada Pubertätsblocker, Cross-Sex-Hormone und Operationen in jüngeren Jahren angeboten, ohne die in niederländischen Kliniken erforderliche umfassende psychologische Bewertung.

Darüber hinaus basieren die Empfehlungen des affirmativen Versorgungsmodells mehrerer angesehener nordamerikanischer medizinischer Organisationen hauptsächlich auf Lobbying-Bemühungen und nicht auf soliden wissenschaftlichen Beweisen. Die aktuellen Leitlinien für affirmative geschlechtsbezogene medizinische Interventionen entsprechen nicht den üblichen Standards für die Entwicklung klinischer Leitlinien, die systematisch, transparent und frei von Interessenkonflikten sein sollten.

Vernachlässigte Interessengruppen

Die Politikentwicklung in Bezug auf Transgender-Fragen wird von einer aktivistischen Gemeinschaft erwachsener Transgender-Personen dominiert, für die medizinische Interventionen vorteilhaft waren. Dies schließt die Bedenken von zwei ebenso wichtigen betroffenen Gruppen aus:

  • Personen, die in der Kindheit Geschlechtsdysphorie erlebten, diese aber im Erwachsenenalter verschwand. Studien haben ergeben, dass zwischen 65 und 95 % der Kinder mit Geschlechtsdysphorie im Erwachsenenalter davon ablassen. Viele von ihnen entwickeln eine gleichgeschlechtliche Anziehung.
  • Personen, die eine medizinische Transition durchlaufen haben und sich später entschieden haben, zu ihrem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht zurückzukehren (Detransitionierer). Studien über Detransitionierer haben gezeigt, dass ihre Transition ihre körperliche Gesundheit geschädigt hat, ohne ihre psychischen Gesundheitsprobleme zu lösen.

Es ist schwierig, das Ausmaß der Detransition und des Bedauerns zu bestimmen, da Studien von Genderkliniken und Transgender-Interessenvertretungen nicht zuverlässig sind. Die meisten aktuellen Detransitionierer berichten, dass sie nicht in ihre Genderkliniken zurückkehren und sich von der Transgender-Gemeinschaft distanzieren.

Fazit

Das aktuelle affirmative Versorgungsmodell weist erhebliche Mängel auf, darunter einen Mangel an soliden wissenschaftlichen Beweisen, das Fehlen einer umfassenden psychologischen Bewertung und eine Dominanz der Politik durch aktivistische Gruppen. Es ist unerlässlich, die Erfahrungen von Personen, die in der Kindheit Geschlechtsdysphorie erlebt haben, und von Detransitionierern zu berücksichtigen, um ausgewogenere und evidenzbasierte Gesundheitspolitiken zu entwickeln.

Link zum Originaldokument (EN): https://www.ourcommons.ca/Content/Committee/441/HESA/Brief/BR11861391/br-external/Jointly2-e.pdf



Right-open-mini Right-open-mini VOLLSTÄNDIGES DOKUMENT (EN) Right-open-mini Right-open-mini BLOG

Strenge Regulierung von Pubertätsblockern in Grossbritannien: Auf dem Weg zu einer Beschränkung auf Personen unter 18 Jahren

Strenge Regulierung von Pubertätsblockern in Grossbritannien: Auf dem Weg zu einer Beschränkung auf Personen unter 18 Jahren



Das im Dezember 2020 in London ergangene Urteil im Rahmen eines Prozesses zwischen einer jungen Frau und der Klinik, die sie als Jugendliche auf den Weg der medizinischen Transition gebracht hatte, stellt einen historischen Wendepunkt dar.

Es wird über die bestehenden Unsicherheiten und Kontroversen berichtet in Bezug auf:

  • wie man eine Diagnose und ein Zertifikat für Geschlechtsdysphorie erstellt
  • die Qualifikation der „Unterscheidungsfähigkeit“
  • Das Alter, in dem man einen Transitionsprozess beginnen sollte
  • die empfohlene Supportmethode

Auf der Grundlage der neuesten verfügbaren Forschungsergebnisse hat der britische High Court eine Reihe wichtiger Fakten zur Verwendung von Pubertätsblockern und gegengeschlechtlichen Hormonen festgestellt.

Das Urteil kommt ausserdem zu dem Schluss, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass ein Kind im Alter von 13 Jahren oder jünger jemals in der Lage wäre, einer Behandlung mit Pubertätsblockern zuzustimmen, und dass es sehr zweifelhaft ist, dass Kinder im Alter von 14 und 15 Jahren die Risiken und Folgen einer Langzeitbehandlung verstehen würden.

Das Gericht entschied, dass diese Behandlungen experimenteller Natur seien und ohne vorherige gerichtliche Überprüfung nicht an Kindern angewendet werden dürften.

  • Aktualisierung 10.2021: Die Entscheidung wurde vom Berufungsgericht aufgehoben, da „es den Ärzten obliegt, diese Entscheidungen mit ihren Patient-innen zu treffen“. Keira Bell hat den Obersten Gerichtshof angerufen.
  • Aktualisierung 05.2022: Der Oberste Gerichtshof hat die Prüfung des Falls abgelehnt.
  • Doch im Juli 2022 gibt der NHS bekannt, dass er die Geschlechtsklinik GIDS des Tavistock schließt.
  • und im Oktober 2022, nach dem unabhängigen Interimsbericht von Cass, der die geschlechtsbejahenden Behandlungen sehr kritisch beurteilt, veröffentlichte der nationale Gesundheitsdienst NHS Interimsrichtlinien, die Pubertätsblocker im Rahmen experimenteller Forschung streng regulieren. Diese Richtlinien werden derzeit öffentlich bewertet.
  • Am 12. März 2024 verbietet der NHS Pubertätsblocker für Personen unter 18 Jahren, da „es nicht genügend Beweise für ihre Sicherheit und klinische Wirksamkeit gibt.“



Source : Tribune de Genève, 31.01.2021 / © Paul Cooper/Shutterstock

Keira Bell: Dieser britischen Transgender-Frau wurde die Hormonbehandlung in ihrem Land verboten. Sie glaubt, dass sie als Teenager zu jung war, um eine solche Therapie verschrieben zu bekommen.


Right-open-mini Right-open-mini PUBMED Right-open-mini Right-open-mini BLOG